Über Marcell

Vita und

Hintergrund

Das Wesentliche zur Person, Marcells Herkunft und Werdegang. Lesezeit: 5 Min.

Früherer Streetworker

Unter­neh­mer, Vater, Zukunfts­for­scher

Ich war Rap­per und Street­wor­ker, staat­lich geprüf­ter Päd­ago­ge und Hoch­schul­do­zent. Ich wur­de Grün­der, Unter­neh­mer und Chef. Glaub mir, ich habe viel gese­hen. ‘Vom Bord­stein bis zur Sky­line’ ken­ne ich sämt­li­che Milieus wie mei­ne Wes­ten­ta­sche.

Ich glau­be, dass die nächs­ten Genera­tio­nen gro­ße Chan­cen auf eine erfüll­te, men­schen­wür­di­ge und nach­hal­ti­ge Zukunft haben – und gleich­zei­tig sehe ich gro­ße Risi­ken. Damit ste­hen wir Erwach­se­nen heu­te vor der größ­ten Her­aus­for­de­rung seit Lan­gem: sie für die­se Zukunft aus­zu­stat­ten, die sie erwar­tet.

Für die­se Auf­ga­be bin ich gern Weg­wei­ser für alle, die mit jun­gen Men­schen zu tun haben.

80er Wendekind

eine Jugend auf Mes­sers Schnei­de

Als Kind war ich Jung­pio­nier. Blau­es Hals­tuch. DDR. Mei­ne Eltern lie­ßen sich schei­den als ich 10 war und strit­ten vor Gericht. Ende ‘89 war Deutsch­land frisch wie­der­ver­eint und mei­ne Fami­lie zer­bro­chen. Vater zog weit weg, Mut­ter arbei­te­te fort­an hart um uns bei­de durch­zu­brin­gen.

Ich geriet in kri­mi­nel­les Umfeld. Wie man Zie­le erreicht und Kon­flik­te klärt, lern­te ich von den ‚har­ten Jungs‘ im Leip­zi­ger Osten. In die­sen rau­en Tagen erwach­te in mir der tie­fe Wunsch, eines Tages ein wirk­lich sta­bi­les und erfüll­tes Fami­li­en­le­ben auf­zu­bau­en und ande­ren Kids zu hel­fen, denen es ähn­lich geht wie mir zu die­ser Zeit.

Mei­ne Jugend­sün­den gin­gen glimpf­lich vor­über. Ich bekam die Kur­ve. Hip­Hop und Groß­va­ters stren­ger Blick gaben mir die Kraft, an den Schlüs­sel­stel­len ‚Nein‘ zu sagen. Wenn dir als jun­ger Mensch die dunk­le Sei­te ver­lo­ckend erscheint, dann brauchst du eine Licht­quel­le, für die es sich zu wider­ste­hen lohnt.

HipHop don’t stop

die Büh­ne, mein Ele­ment

Ich schuf­te­te als Teen­ager auf Bau­stel­len, bohr­te Pla­ti­nen für ein paar Krö­ten und begann eine Aus­bil­dung in einem unmensch­lich geführ­ten Hand­werks­be­trieb. Von Mit­ge­stal­tung kei­ne Spur. Mor­gens im Bus blick­te ich in lee­re Gesich­ter und fühl­te mich gefan­gen in der fal­schen Welt. Glaub mir, in punc­to Berufs­ein­stieg war ich damals echt ver­zwei­felt.

Ich brach die Aus­bil­dung ab und fokus­sier­te mich voll und ganz auf Rap. Ich ver­an­stal­te­te Events, lern­te Musik zu pro­du­zie­ren und bau­te eine Musik­kar­rie­re in der Hip­Hop-Sze­ne auf. Gemein­sam mit Freun­den rock­te ich schon bald Büh­nen in ganz Deutsch­land.

Ich lern­te Teams zu orga­ni­sie­ren, ver­stand Mar­ke­ting, han­del­te Ver­trä­ge aus. Ich han­tier­te mit Geld, ver­öf­fent­lich­te Tapes, CDs und Schall­plat­ten und grün­de­te schließ­lich ein eige­nes Label. Ein Beruf war das noch nicht, doch ich war in ‚mei­nem Ele­ment‘. Mit kla­rem Blick und voll moti­viert als Hip­Hop­Un­ter­neh­mer. Das eige­ne Label schei­ter­te. Doch ich hat­te gelernt, dass ich etwas auf­bau­en und damit vie­le Men­schen errei­chen kann.

Oft fürch­ten wir beruf­li­che Ent­schei­dun­gen. Wir wol­len uns vie­le Optio­nen offen hal­ten und ver­säu­men dabei, uns jemals wirk­lich selbst zu erken­nen.

Social Entrepreneur

tau­send jun­ge Hel­den ent­de­cken

Ich stu­dier­te Sozia­le Arbeit und schließ­lich galt mei­ne Exper­ti­se als ‚staat­lich aner­kannt‘. In mei­nem Job als Street­wor­ker sah ich Men­schen mit wirk­lich kras­sen Fami­li­en­ge­schich­ten. Hier erkann­te ich, wel­che Bedeu­tung das fami­liä­re und schu­li­sche Umfeld für die Bio­gra­fie eines Men­schen hat. Hier lern­te ich auch mei­ne eige­ne Geschich­te zu schät­zen. Denn ich konn­te nun Ande­ren umso bes­ser hel­fen, dank allem was ich erlebt hat­te. Auf­trieb!

Gemein­sam mit Mitch Senf grün­de­te ich die Unter­neh­men Edu­ven­tis und Hero Socie­ty um Kids und Jugend­li­che zu stär­ken. Ich gab Hip­Hop-Work­shops an Schu­len und erklär­te Leh­rern wie ihre Schü­ler ‚tick­ten‘. Mehr und mehr Eltern began­nen sich an mich zu wen­den – aus allen Ebe­nen der Gesell­schaft. Unter­neh­men, Uni­ver­si­tä­ten und Bil­dungs­ak­teu­re began­nen mich für Vor­trä­ge ein­zu­la­den.

EDUVENTIS gehört heu­te zu den gefrag­tes­ten Leh­rer­fort­bil­dungs­an­bie­tern Deutsch­lands. Nach wie vor bin ich hier gern Trai­ner. Die HERO SOCIETY hat mit, von uns aus­ge­bil­de­ten, Trai­nern und Coa­ches inzwi­schen schon unzäh­li­ge Jugend­li­che in Camps, auf Klas­sen­fahr­ten und in Klas­sen­zim­mern erreicht. Nam­haf­te Unter­neh­men erfra­gen unse­re Exper­ti­se für ihre Aus­zu­bil­den­den und HR-Abtei­lun­gen. Doch die Schlüs­sel­rol­le spielt für mich nach wie vor die Fami­lie.

Vor allem seit ich selbst Vater bin, ver­ste­he ich die Auf­ga­ben und Hür­den unse­rer Erwach­se­nen-Genera­ti­on. Die Lie­be zu mei­nen Kin­dern zeigt mir, was wirk­lich zu tun ist. Des­halb unter­stüt­ze ich Eltern, Leh­rer, Chefs und ande­re ‚Vor­bild­per­so­nen’ dabei, die inne­re Stär­ke ihrer Schütz­lin­ge zu erken­nen und ihnen zu ermög­li­chen, ihre wah­ren Poten­zia­le zu ent­fal­ten.

Ich möch­te, dass die Genera­tio­nen, die nach uns kom­men, früh­zei­tig erken­nen kön­nen, was in ihnen steckt und dies dann auch ent­fal­ten kön­nen. Des­halb mag ich die Digi­ta­li­sie­rung. Sie zwingt uns, mit unse­ren Jüngs­ten end­lich anders umzu­ge­hen, sie neu zu ver­ste­hen, wei­se für sie da zu sein. In mei­nen Augen beginnt gera­de eine neue Ära der Mensch­lich­keit.

Next Generation Guide

an der Schwel­le zur neu­en Ära

Mei­ne wah­re Beru­fung ist es, Men­schen wirk­lich von Klein auf zu stär­ken. Ich habe viel Erfah­rung dar­in, auch ande­re Eltern, Leh­rer und Chefs dahin zu brin­gen, dass sie ihre Schütz­lin­ge ermu­ti­gen, anstatt sie zu schwä­chen und zu ver­un­si­chern. Ich zei­ge ihnen, wie sie ihre Kin­der in ihrer eige­nen Wür­de schüt­zen und ihrem Wol­len ein Rück­grat geben kön­nen, anstatt ihren Wil­len durch Erzie­hung zu bre­chen.

Ich habe mit Hero Socie­ty die Poten­zi­a­l­ent­fal­tung an Schu­len gebracht. Und eine Orga­ni­sa­ti­on auf­ge­baut, die Berufs­ein­stei­gern hilft, ihre Beru­fung zu erken­nen. In der Arbeits­welt beglei­tet sie Fir­men zu einem neu­en Umgang mit ihren Nach­wuchs­kräf­ten, hin zu einer Unter­neh­mens­kul­tur, die Men­schen in ihre Schöp­fer­kraft bringt. Und ich will dazu eines Tages einen Hero-Kin­der­gar­ten grün­den. Doch die­ser Tag ist noch nicht gekom­men.

Ich habe beschlos­sen, all mei­ne Erfah­run­gen und mein Wis­sen zu tei­len, um auch ande­re Väter, Müt­ter, Leh­rer und auch Chefs zu inspi­rie­ren. Ich will ihnen hel­fen ihrem Nach­wuchs Wur­zeln und Flü­gel zu geben. Ich tue das durch mei­ne Vor­trä­ge und Semi­na­re, mei­ne Blog­Ar­ti­kel und Pod­casts, Vide­os und Songs.

Erin­ne­re dich immer dar­an, dass du einer der wich­tigs­ten Ermög­li­cher oder Ver­hin­de­rer im Leben dei­ner Kin­der und Schütz­lin­ge bist. Aber du musst die­se Vor­bild­rol­le in dir selbst akti­vie­ren. Nie­mand wird sie für dich ein­schal­ten! Es ist dei­ne Ver­ant­wor­tung, dich in die Per­son hin­ein­zu­ver­set­zen, die dein Nach­wuchs spä­ter ein­mal sein könn­te. Nie­mand wird es dir abneh­men, dei­ne men­ta­le Stär­ke, emo­tio­na­le Intel­li­genz und inne­re Klar­heit zu ent­wi­ckeln, um die Mut­ter / der Vater / der Leh­rer oder der Vor­ge­setz­te zu sein, der du sein willst. Das Gan­ze geschieht ein­zig und allein in dir.

Sei der Poten­zi­a­l­ent­fal­ter, den dei­ne Jüngs­ten jetzt brau­chen. Begin­ne die Rei­se mit mir, denn dein Nach­wuchs braucht dich.
Du bist ein ein­zig­ar­ti­ges Vor­bild für die­se nächs­te Genera­ti­on. Und eines Tages wirst du zurück­bli­cken und dir sagen
„das haben wir gut hin­ge­kriegt“.

Mar­cell

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Vortrag

Auszeichnungen

Die Verantwortlichen

Aus­ge­zeich­net 2015 von der Robert Bosch Stif­tung Deutsch­land für zukunfts­wei­sen­des gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment

Unternehmer des Jahres

Aus­ge­zeich­net als Sach­sens
Unter­neh­mer des Jah­res 2018 in der Kate­go­rie ‘Start Up’ als Mit­grün­der der Hero Socie­ty

Social Impact Award

Aus­ge­zeich­net für her­aus­ra­gen­de gesell­schaft­li­che Inno­va­ti­on in Deutsch­land mit dem ‘Act for Impact’ Award 2013

TV-Beitrag bei ARTE über Marcell von 2013

Willst Du Dei­nem Nach­wuchs Flü­gel geben?

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